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Ruhe-Weber-Praxiskatalog

68 Organische Geotextilien Aufgabe der Ingenieurbiologie ist es, Schä- den, die durch direkte oder indirekte menschliche Eingriffe in die Natur oder durch Naturgewalten hervorgerufen worden sind, durch „sanftes Arbeiten mit der Natur“ zu heilen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe benötigen wir Hilfsstoffe, die eine Start- oder Pilotfunktion zur Wiederherstellung der Natur übernehmen, um anschließend durch die Natur wieder abgelöst zu werden und in ihr aufzugehen. Zu diesen Hilfsstoffen zählen insbesondere unsere organischen Geotextilien, die seit über 20 Jahren auf vielen hunderttausend Quadratmetern Boden und Pflanzen erfolg- reich gegen Wind- und Wassererosion geschützt haben. Anders als bei den langlebigen, synthetischen Geotextilien mit definierten, technischen Werten kommt es bei den organischen Geotextilien darauf an, die verhältnismäßig kurze Lebens- dauer durch eine richtige Pflanzenwahl zu nutzen, denn nur eine den örtlichen Gegebenheiten entsprechende Vegetation kann eine dauerhafte Schutzfunktion bieten. Neben dem Wissen um die Eigenschaften der verschiedenen Materialaus- führungen müssen also gute Pflanzenkenntnisse treten, damit die gewünschte Schutzfunktion gewährleistet werden kann. Die Veröffentlich- ungen der Ingenieurbiologie können dem Praktiker hierzu viele nützliche Hinweise geben. Es gibt aber auch Anwendungen, wo wir uns die Eigenschaften der Kokosfaser allein zunutze machen, wie z. Bsp. beim Filtern: durch ein engmaschiges Kokosgewebe wird die Sohle eines Fließgewässers durch allmähliche Sedimentation dauerhaft gesichert.

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