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Ruhe-Weber-Praxiskatalog

69 Die Erosionsschutzfunktion Die Erosionsschutzfunktion von Geweben und Matten lässt sich am Beispiel einer Land- böschung, die mit einem Gewebe belegt ist, einfach erklären: Die horizontalen Gewebestränge bremsen die Geschwindigkeit des überströmenden Wassers ab. Das in den Maschen eingefangene Wasser wird beruhigt und kann langsam in den Boden einsickern. Überschusswasser läuft über die Fläche ab. Je dichter das Gewebe auf dem Boden aufliegt, desto größer ist die Wirkung gegen Aus- und Abschwemmen von Boden. Hinzu tritt die Wirkung der Bodenbedeckung durch das Gewebe. Bei Matten ist die Funktion ähnlich. Hier übernehmen die im Wirrwarr angeordneten Fasern das Brechen der erosionsauslösenden Kraft des Wassers und seine Umwandlung in un- gefährliches Sickerwasser. Im Wasserbau verringern Matten und Gewebe durch ihre Oberflächenstruktur die Fließgeschwindigkeit und damit die Schleppspannung, wodurch die Erosionsgefahr gebannt wird. Man sollte sich hier jedoch auf den Einsatz der langlebigen und engmaschigen Kokosgewebe KG 0700 und KG 0900 bzw. auf Vegetationsfaschinen oder –matten beschränken. Für einen sicheren Erosionsschutz sind Matten und Gewebe auf planer Fläche im Abstand von 0,6m durch Holzpflöcke oder Drahtbügel zu sichern. Die Länge der Befestigungsmittel richtet sich nach der Bodenart; die Länge ist richtig, wenn sich der Pflock oder Bügel bei leichtem Schrägzug nicht von Hand herausziehen lässt.

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